Renaissancelauten

Die Epoche der Renaissancelaute währte vom Anbeginn der Lautenzeit um 1450 bis ca 1620 dem Beginn der Barockepoche in der Lautenmusik.

War die Renaissancelaute vor 1500 lediglich 4-5 chörig, so spielte man sie in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts über eine lange Zeit hinweg 6-chörig. Aus dieser Periode sind uns dann glücklicherweise auch die ersten originalen Instrumente erhalten, die uns Lautenbauern als Vorlage dienen. Es sind dies Instrumente von Hans Frei, Georg Gerle u.a.

Wichtig zu erwähnen ist auch, dass die Lauten in der Renaissance in Familien gabaut wurden. Das heisst es gab Instrumente in verschiedenen Grössen, von der Sopran- über die Diskantlaute zur Altlaute und Tenorlaute hin zur Basslaute und letztendlich zur Grossoktavbasslaute. All diese Instrumentengrössen finden sich in den diversen Museen wieder. Auch die Musik der Zeit selbst belegt die Existenz und Berechtigung dieser Instrumente. So schrieb Nicolas Vallet Stücke für Lautenquartette für welches eben solche unterschiedlichen Grössen benötigt wurden.